Luftrettung in Sachsen: Neuer Standort zur Optimierung überfällig – Entscheidung für Mittelsachsen jetzt treffen
Der Freistaat Sachsen könnte seine Luftrettung deutlich weiter optimieren – doch die Entscheidung für einen zusätzlichen Standort lässt weiter auf sich warten. Das geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage (Drs. 8/6006) des Landtagsabgeordneten Jens Hentschel-Thöricht (BSW) hervor. Zum Hintergrund: Der Freistaat Sachsen arbeitet seit mehreren Jahren an der Weiterentwicklung der Luftrettungsstruktur.
Bereits 2021 wurde gutachterlich empfohlen, eine weitere Station in der geografischen Mitte Sachsens einzurichten, um insbesondere ländliche Regionen besser zu versorgen. Ziel: schnellere Hilfe im Notfall und stabilere Hilfsfristen. „Der Bedarf ist seit Jahren belegt – jetzt muss endlich entschieden werden“, erklärt Hentschel-Thöricht, Sprecher für Brandschutz, Rettungsdienst sowie Bevölkerungs- und Katastrophenschutz der BSW-Fraktion.
Positiv sei, dass die Landesdirektion Sachsen bereits einen konkreten Standort geprüft habe. Die Verzögerung sei auf einen Eigentümerwechsel am vorgesehenen Standort zurückzuführen und liege damit nicht im Verantwortungsbereich der Behörde.
„Die Fachseite ist vorbereitet. Jetzt braucht es eine schnelle Festlegung eines geeigneten Standorts, damit die Umsetzung starten kann“, so Hentschel-Thöricht.
Aus Sicht des BSW ist klar: Die Grundlagen liegen vor, der Nutzen ist unstrittig – entscheidend ist jetzt das Tempo.
„Sicherheit darf nicht am Tempo von Verfahren scheitern. Wer die Notfallversorgung verbessern will, muss Entscheidungen treffen – nicht weiter auf Zeit spielen.“ Hentschel-Thöricht fordert daher eine zügige Standortentscheidung für Mittelsachsen, anschließend den kurzfristigen Start der weiteren Planungs- und Vergabeverfahren sowie eine transparente Zeitschiene für die Umsetzung.

