Staatsregierung verkennt Ausbildungsprobleme an der Landesfeuerwehrschule – Mehr Plätze, mehr Praxis, weniger Ausreden!
Zu den Antworten der Staatsregierung auf die Kleinen Anfragen zur Digitalisierung, Qualitätssicherung und zum Abbau des coronabedingten Ausbildungsdefizits an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFS) Sachsen (Drs. 3329 und 3332) erklärt der Landtagsabgeordnete Jens Hentschel-Thöricht (BSW-Fraktion):
„Die Staatsregierung wiegt sich in falscher Sicherheit. Wenn sie behauptet, das coronabedingte Ausbildungsdefizit sei ‚größtenteils abgebaut‘, dann verkennt sie die Realität vieler Freiwilliger Feuerwehren im Land. Vor Ort fehlen nach wie vor gut ausgebildete Führungskräfte und die Lehrgangsplätze sind weiterhin knapp.“
Die Antworten zeigen:
- Keine klare Bilanz über den tatsächlichen Rückstand – Zahlen fehlen oder werden nicht erhoben.
- Dezentrale Angebote werden kaum genutzt, teils wegen organisatorischer Probleme in den Landkreisen, teils wegen fehlender Unterstützung durch den Freistaat.
- Digitale Formate sind nur bedingt praxistauglich – und ersetzen den Live-Unterricht nicht.
- Ausbau der Kapazitäten hängt weiter an unkonkreten Versprechen zu neuen Räumen und Internatsplätzen.
„Feuerwehrwesen muss live erlernt werden – mit praktischen Übungen, realen Szenarien und unmittelbarer Anleitung. Alles andere ist nur ein Notbehelf. Wir als BSW-Fraktion haben im Doppelhaushalt 2025/26 eine deutliche Erhöhung der Lehrkapazitäten in Nardt gefordert. CDU, SPD, Grüne und LINKE – das ‚Streichquartett‘ – haben das abgelehnt.“
Der Sprecher für Brand- und Katastrophenschutz der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag fordert daher eine sofortige Schaffung zusätzlicher Lehrgangsplätze an der LFS – nicht erst „im Rahmen der haushälterischen Möglichkeiten in den nächsten Jahren“.
„Wer den Brandschutz im Freistaat ernst nimmt, darf nicht nur verwalten, sondern muss gestalten – und zwar jetzt!“, so Hentschel-Thöricht abschließend.

