Am „Tag der pflegenden Angehörigen“: Es braucht Anerkennung, Unterstützung und echte Entlastung
Ronny Kupke, gesundheitspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, macht am heutigen „Tag der pflegenden Angehörigen“ auf die besondere Lage dieser Menschen aufmerksam:
„Am heutigen Aktionstag gilt mein besonderer Dank all jenen Menschen, die tagtäglich Verantwortung übernehmen: für ihre Kinder, ihre Eltern, ihre Großeltern, ihr Umfeld. Sie pflegen, begleiten, organisieren, trösten und halten den Alltag zusammen. Was das bedeutet, ja, was das für ein Kraftakt ist, dürften sich die wenigsten vorstellen können. In Sachsen sind es unzählige Töchter, Söhne, Ehepartner und viele andere, die Tag für Tag pflegebedürftige Menschen zuhause versorgen; neben dem eigenen Beruf, oft bis an die Grenze der eigenen Kraft.“
Was in der Politik häufig vergessen wird: Diese Arbeit hält das Pflegesystem am Laufen, ohne die pflegenden Angehörigen würde es zusammenbrechen. Trotzdem behandelt man sie noch immer wie eine Nebensache: Das Pflegegeld deckt bei weitem nicht, was diese Arbeit wert ist. Diese besondere Leistung ist für die Gesellschaft unverzichtbar und verdient mehr als ein warmes Wort und ein nett gemeintes Schulterklopfen.
Ronny Kupke präzisiert: „Wer Pflege zuhause ermöglicht, darf nicht allein gelassen werden. Es braucht verlässliche Beratungsangebote, erreichbare Unterstützung vor Ort und mehr Möglichkeiten, Pflege und Beruf miteinander zu vereinbaren.“
Deshalb setzt sich das BSW im Freistaat Sachsen dafür ein, die Pflege stärker als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge zu begreifen: Mit einem sächsischen Landespflegegesetz, verbindlicher kommunaler Pflegeplanung und persönlichen Beratungsangeboten sollen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen besser unterstützt und entlastet werden.
Ronny Kupke abschließend: „Heute sage ich Danke. Von Herzen. Politisch müssen konkrete Verbesserungen erarbeitet und durchgesetzt werden. Denn ein Danke allein reicht nicht.“



