Die Ostdeutschen sind noch negativer von der Politik der Bundesregierung betroffen als die Menschen in Westdeutschland. Nun kam durch Recherchen des Bundes-BSW heraus, dass die Kluft in der Rentenhöhe zwischen Ost und West wieder wächst, statt zu sinken. Sie ist auf 3704 € pro Jahr angestiegen.

Dazu Nico Rudolph, Sprecher der BSW-Landtagsfraktion Sachsen für Frieden, Europa und Ostdeutschland:

„Im Osten sind nicht nur die Einkommen und Renten geringer, auch die Abstände zum Westen vergrößern sich. Beträchtliche Nachteile gibt es auch bei den Vermögen. Den Puffer, den verhältnismäßig viele Menschen in Westdeutschland durch Finanzen und Immobilien haben, besitzen in Ostdeutschland bedeutend weniger Menschen. Dadurch trifft die Härte der geplanten Einschnitte im Sozialbereich anteilig besonders viele Ostdeutsche. Die Lage wird sich also weiter verschlimmern“, so Rudolph.

Er fügt hinzu: „Der Osten hatte und hat keine Lobby in der Bundesregierung. Auch das ist ein Faktor, weshalb die Zufriedenheit mit dem politischen System an sich und der Bundesregierung im Besonderen in Ostdeutschland noch geringer als in Westdeutschland ausfällt. Dieser Umstand wird sich erst ändern, wenn Deutschland wieder eine fähige Bundesregierung hat, die die Interessen der Ost- und Westdeutschen nach sozialer Sicherheit und wirtschaftlicher Vernunft beachtet und umsetzt.“