Der bildungspolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag kommentiert die neu veröffentlichte Studie[1] des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe zur Bildungsungleichheit von der Kita bis zur Universität wie folgt:

„Die Studie zur Bildungsungleichheit zeigt erneut, wie stark die soziale Herkunft von Kindern und jungen Menschen über ihre Bildungschancen entscheidet. Kinder aus sozioökonomisch privilegierten Familien erreichen deutlich häufiger höhere Bildungsabschlüsse als Kinder aus weniger begünstigten Haushalten.“

Wurzler weiter: „Diese Ergebnisse zeigen auch für Sachsen die Notwendigkeit, das Bildungssystem stärker auf Chancengleichheit auszurichten. In Sachsen werden Kinder bereits nach der Grundschule auf unterschiedliche Schularten verteilt. Diese frühe Aufteilung verstärkt soziale Unterschiede. Ein zentraler Ansatzpunkt ist daher aus Sicht der BSW-Fraktion das längere gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher sozialer Hintergründe. Denn: Internationale Erfahrungen und zahlreiche bildungspolitische Studien zeigen, dass Bildungssysteme mit späterer Aufteilung in unterschiedliche Schularten häufig zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen. Ein Schulsystem, das stärker auf gemeinsames Lernen setzt, würde Talente unabhängig vom Elternhaus fördern und mehr jungen Menschen den Zugang zu höheren Bildungsabschlüssen ermöglichen. Es gilt nach wie vor: Bildungschancen dürfen nicht länger vom Elternhaus abhängen.“

[1] https://www.lifbi.de/de-de/Start/Aktuelles-Medien/Neuigkeiten?details=gleiche-leistung-ungleiche-chancen & https://www.waxmann.com/shop/download?tx_p2waxmann_download%5Baction%5D=download&tx_p2waxmann_download%5Bbuchnr%5D=200016&tx_p2waxmann_download%5Bcontroller%5D=Zeitschrift&cHash=c4c1a5d9704eeaa69cf9eb7853d6a449