BSW fordert Ende des „systemischen Versagens“ bei der Fahrgastinformation in Sachsen
Der Fahrgastverband PRO BAHN Mitteldeutschland kritisiert massive und wiederkehrende Defizite bei der Fahrgastinformation im sächsischen Regionalverkehr. Besonders ärgerlich: Züge werden in Auskunftssystemen als regulär fahrend angezeigt, obwohl sie umgeleitet werden oder ganz ausfallen. Das jüngste Beispiel ereignete sich am Karsamstag auf der Linie RE3 Dresden-Neustadt – Hof. Die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag fordert von Bund und Land endlich verlässliche Echtzeitdaten für die Fahrgäste.
Dazu erklärt Eric Recke, infrastruktur- und verkehrspolitischer Sprecher der BSW-Landtagsfraktion:
„Der Fahrgastverband PRO BAHN bringt es auf den Punkt: Die Menschen in Sachsen brauchen starke Nerven, wenn sie mit der Bahn fahren. Man kann sich weder auf die Anzeigen am Bahnhof noch auf die Apps oder die Information im Zug verlassen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern für viele Fahrgäste eine echte Belastung – besonders für Pendler, die täglich auf die Bahn angewiesen sind, und für Gelegenheitsfahrer, die dann völlig im Dunkeln tappen.
Das darf im Jahr 2026 nicht mehr passieren. Die Deutsche Bahn und die Verkehrsunternehmen sind in der Pflicht, endlich für verlässliche Echtzeitdaten zu sorgen. Wenn Züge umgeleitet werden oder ausfallen, muss das sofort in allen Systemen sichtbar sein – vom DB-Navigator über die Anzeigetafeln bis hin zu den Monitoren im Zug. Und wenn Baustellen kurzfristig eingerichtet werden, müssen auch die Ersatzkonzepte rechtzeitig kommuniziert werden.
Ich erwarte von der Landesregierung, dass sie sich bei den Verkehrsunternehmen und der DB InfraGO für eine grundlegende Verbesserung der Fahrgastinformation einsetzt. Die Menschen in Sachsen haben ein Recht darauf zu wissen, wann und wie ihr Zug fährt – ohne Rätselraten und ohne falsche Versprechungen.“

