Am 31. März 2025 trafen sich Mitglieder des Arbeitskreises II (Inneres, Kommunales, Justiz, Demokratie, Frieden, Internationales) der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag mit Vertretern der sorbischen Gemeinschaft zu einem intensiven Austausch im Sächsischen Landtag. Ziel des Treffens war es, die Perspektiven der sorbischen Bevölkerung kennenzulernen und ihre Anliegen mit Blick auf die anstehenden Haushaltsverhandlungen zu diskutieren.

Bereits am Vormittag wurden Herr Dawid Statnik und Herr Jan Škoda von der Domowina empfangen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen insbesondere Herausforderungen im Bildungsbereich. Die BSW-Fraktion betont: Sprache und Kultur sind untrennbar miteinander verbunden. „Ohne eine lebendige Sprache droht das Sorbentum zur bloßen Folklore zu verkommen“, so Jens Hentschel-Thöricht, Leiter des Arbeitskreises II. Die Fraktion setzt sich daher klar für den Erhalt und die aktive Förderung der sorbischen Sprache und Kultur ein.

Am Nachmittag begrüßte die Fraktion zudem Vertreter des Serbski Sejm. Hier wurde insbesondere der Wunsch nach mehr politischer Mitbestimmung für die sorbische Gemeinschaft deutlich. Auch Fragen zur wirtschaftlichen und regionalen Entwicklung wurden angesprochen.

„Wir bleiben im engen Dialog mit den Vertreterinnen und Vertretern der sorbischen Gemeinschaft“, betont Hentschel-Thöricht. Die BSW-Fraktion sieht in diesem Austausch einen wichtigen Beitrag für eine gerechtere und kulturell vielfältige Gesellschaft. Als feste Ansprechpartnerin der Fraktion steht die Abgeordnete Ines Biebrach zur Verfügung.

An dem Treffen nahm auch der brandenburgische Landtagsabgeordnete Falk Peschel teil, der Mitglied im Rat für Angelegenheiten der Sorben/Wenden ist. Damit wurde auch die länderübergreifende Dimension der sorbischen Anliegen deutlich gemacht.