Die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag gedenkt am 13. Februar der Bombardierung Dresdens durch Großbritannien, die USA und Kanada vor 81 Jahren und wird mit Vertretern u.a. an der Gedenkzeremonie auf dem Nordfriedhof teilnehmen.

Nico Rudolph, Sprecher der Fraktion für Frieden, Europa und Ostdeutschland dazu:
„Was Hitler-Deutschland mit Coventry begonnen hat, kam im Februar 1945 nach Dresden zurück. Die Flächenbombardement-Strategie von Artur Harris war nicht auf Industrie- und Militäranlagen fokussiert, sondern nahm den qualhaften Tod von vielen deutschen Zivilisten mindestens in Kauf, wenn er nicht gar zur Brechung der Kriegsmoral forciert war. Zivilisten zu töten, ist aber vom Kriegsrecht nicht gedeckt. Verbrechen auf der einen Seite rechtfertigen nicht Verbrechen auf der anderen Seite.“

Vereinzelt können Menschen von den Folgen der Bombardierung profitiert haben, etwa weil sie sich aus politischer Gefangenschaft befreien konnten oder dem Transport in Konzentrationslager entgehen konnten. Das ist zu beachten und auch ihrem Schicksal ist zu gedenken. Es wäre aber unstatthaft, die Bombardierung Dresdens daraus insgesamt als Akt der Befreiung umzudeuten, wie es manche Kräfte tun. Die Instrumentalisierung des Gedenkens ist abzulehnen, unabhängig von welcher politischen Seite sie kommt. Dresden sollte vielmehr Mahnung für die Zukunft sein:
„Die Erinnerung an Dresden sollte die Bundespolitik dazu bewegen, demütiger aufzutreten und sich für zivile Konfliktlösungen statt für Aufrüstung einzusetzen. Im Gegensatz zu ihrer Eltern- und Großelterngeneration sind vielen Politikern die Kriegsverheerungen nicht mehr bewusst, was zu Leichtfertigkeit im außenpolitischen Umgang führt. Das ist gefährlich“, so Rudolph.