Dresden und Leipzig sind als Flughafenstandorte für Sachsen unverzichtbar – Staatsregierung und Management im Ratlos-Modus
Über 50 Millionen Euro Jahresverlust nach bereits in erheblichem Umfang defizitären Vorjahren sprechen eine deutliche Sprache. Allen Ankündigungen zum Trotz gibt es keine Kehrtwende bei der dramatischen Finanzlage der Mitteldeutschen Flughafen AG (MFAG) und den erheblichen Belastungen für die sächsischen Steuerzahler. Es kann keinen Zweifel geben – Dresden als Landeshauptstadt und Zentrum der Chipindustrie von globaler Bedeutung sowie Leipzig als internationales Frachtdrehkreuz müssen Flughafenstandorte bleiben. Das Gebaren der Gesellschafter, insbesondere des Freistaates Sachsen, und des Managements in den letzten Jahren wird dieser Aufgabe nicht gerecht.
Jahresvergütungen im hohen sechsstelligen Euro-Bereich werden abgenickt, das damit beglückte Management fällt regelmäßig mit den gleichen Phrasen für eine angeblich bevorstehende Besserung der Lage auf. Sanierungskonzepte beinhalten in erster Linie Honorare für externe Berater und Gutachten. Die erfolgreiche Akquise von Flugverbindungen insbesondere von und nach Dresden bleibt aus, stattdessen erfolgen regelmäßig weitere Streichungen.
Ralf Böhme, verkehrspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag: „Auch im Fall der MFAG wirken sich bundespolitische Fehlentscheidungen und absurde ideologische Weichenstellungen in negativer Weise aus. Deutschland ist – politisch gewollt – ein Land mit höchsten staatlichen Belastungen des Flugverkehrs. Luftverkehrssteuer und Luftsicherheitsgebühren sind dringend auf ein international wettbewerbsfähiges Maß zu senken.“


