Am heutigen Tag fand im Rahmen der 9. Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung eine Anhörung zur Finanzierung der frühkindlichen Bildung statt. Zum Antrag der BSW-Fraktion „Finanzierung der frühkindlichen Bildung und Betreuung neu ausrichten und zukunftssicher gestalten – Einberufung eines Kita-Gipfels unter Beteiligung aller Akteure“ (Drs. 8/2897) und der heutigen Anhörung erklärt Doreen Voigt, Sprecherin für frühkindliche Bildung der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag:

„Die Forderung unserer Fraktion, einen Kita-Gipfel einzuberufen, um die Finanzierung der frühkindlichen Bildung sicherzustellen, ist bei den Sachverständigen auf breite Zustimmung gestoßen.

Selbstverständlich kann ein solcher Gipfel nur der Auftakt für eine Neugestaltung der Finanzierungslogik sein. Der Kita-Gipfel soll in einen strukturellen Reformprozess überführen, an der alle an frühkindlicher Bildung Beteiligten Akteure sowie Eltern, Gewerkschaften und Wissenschaft beteiligt werden. Aktuell fehlt es der Staatsregierung an einer langfristigen Strategie, um die Kitas in Sachsen langfristig stabil, qualitätsorientiert und zukunftsfähig zu gestalten.
Frühkindliche Bildung ist kein Nice-to-have, sondern Kernbestandteil unseres Bildungsauftrages. Die Betreuung, Erziehung und Bildung von unseren Kleinsten darf nicht länger von der Kassenlage abhängig sein. Wir teilen die Forderungen einer Reihe von Sachverständigen, dass eine neue Finanzierungsstruktur unbedingt Inklusion von Anfang an mitdenken muss. Der Umstand, dass wir es mit einer zunehmenden Heterogenität der Kita-Kinder mit ganz unterschiedlichen Bedarfen zu tun haben, muss Berücksichtigung finden. Wenn wir nicht endlich Qualität und Quantität in der frühkindlichen Bildung in Einklang bringen, steht es schlecht um die Bildungschancen unserer Kinder in Sachsen.
Da die Herausforderungen in urbanen Zentren und im ländlichen Raum deutlich variieren, ist es zudem unerlässlich, diese regionalen Unterschiede bei der Neugestaltung der Kita-Finanzierung mitzudenken und verbindlich festzuschreiben.

Wir haben ein Umsetzungsproblem der vielfältigen Erkenntnisse. Es braucht endlich Entscheidungen, die die Bedarfe der Kinder, Familien und pädagogischen Fachkräfte in den Mittelpunkt stellen.“

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