Gedenken an die Befreiung der Kriegsgefangenen im Lager Zeithain
Anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers Zeithain (Stalag 304) durch die Rote Armee am 23.4.1945 war die BSW-Landtagsfraktion mit Landtags-Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe und dem friedenspolitischen Sprecher der Fraktion, Nico Rudolph vor Ort vertreten. Dabei wurde der rund 30.000 Menschen gedacht, die im Lager umkamen – vorrangig Kriegsgefangene aus der Sowjetunion.
„Wir haben teilgenommen, um der Menschen zu gedenken, die im Lager unter unmenschlichen Bedingungen leben mussten. Viele von ihnen kamen dabei um“, so Jörg Scheibe. „Das Rahmenprogramm war interessant und würdevoll“, fügt Nico Rudolph hinzu.
„Mit Bedauern haben wir aber wahrgenommen, dass diplomatische Vertreter des Nachfolgestaates der Sowjetunion, der Russischen Föderation, genauso wenig eingeladen waren wie Vertreter Weißrusslands. Wir haben unser Bedauern auch gegenüber Vertretern der Stiftung Sächsische Gedenkstätten geäußert. Erinnerungen an solche Ereignisse sollten nicht instrumentalisiert werden“, so die beiden Vertreter.
Das Lager galt zu Nazi-Zeiten als ‚Russenlager‘. Dass nun gerade russische und weißrussische Vertreter nicht eingeladen wurden, erscheint umso unpassender. Immerhin wurden Familienangehörige der Häftlinge aller betroffenen Nationen angeschrieben, so Vertreter der Stiftung.


