Die Autobahn GmbH prüft, die Anschlussstelle Leipzig-Nord der A14 nach Westen zu verlegen und die Abfahrt Schkeuditz ersatzlos zu streichen. Gegen diese Pläne regt sich massiver Widerstand aus der Region: Schkeuditz‘ Oberbürgermeister Rayk Bergner nannte das Vorhaben „Irrsinn“. Die Städte Leipzig und Schkeuditz sowie der Landkreis Nordsachsen, Wirtschaftskammern und Unternehmen laufen gemeinsam Sturm. Der infrastruktur- und verkehrspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, Eric Recke, unterstützt den Widerstand gegen diese Pläne, die den Wirtschaftsstandort massiv gefährden.

Dazu erklärt Eric Recke:

„Die Pläne der Autobahn GmbH sind eine Gefahr für die gesamte Wirtschaftsregion Leipzig. Der Flughafen Leipzig/Halle, das Güterverkehrszentrum, Porsche, DHL und mehr als 100 weitere Unternehmen mit über 20.000 Beschäftigten im Nordraum Leipzig wären von einer Zusammenlegung auf nur eine Anschlussstelle existenziell betroffen. Clemens Schülke, Leipzigs Wirtschaftsbürgermeister, warnt zu Recht: ‚Ein querstehender Lkw reicht, um die Unternehmen rund um Porsche und DHL von der A14 abzuschneiden.‘

Ein möglicher Neubau an der Radefelder Allee mag für die Autobahn GmbH einfacher und schneller umsetzbar sein, weil er ‚abseits des fließenden Verkehrs‘ erfolgen könnte. Aber er geht völlig an den Bedürfnissen der Region und den Notwendigkeiten der dort angesiedelten Wirtschaft vorbei und bringt die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandortes ohne Not in Gefahr. Die Anbindung des Wirtschaftsstandortes darf nicht durch eine Planungsbehörde in Berlin entschieden werden, welche versucht, es sich einfach zu machen und die scheinbar nicht versteht, was hier auf dem Spiel steht.

Die Landesregierung ist gefordert: Statt tatenlos zuzusehen, muss sie beim Bund und bei der Autobahn GmbH darauf drängen, den Ausbau der bestehenden Anschlussstelle Leipzig-Nord voranzutreiben und die Abfahrt Schkeuditz zu erhalten und ggf. auch auszubauen. Alles andere gefährdet den Wirtschaftsstandort, insbesondere Arbeitsplätze, Investitionen sowie die gesamte wirtschaftliche Entwicklung in der Region.“