Haushaltsdefizit an der TU Chemnitz: Wissenschaftliche Mitarbeiter mit Kritik
Die Vertretung des akademischen Mittelbaus (VAMC) an der Technischen Universität Chemnitz hat vor einigen Tagen Position bezogen und das Haushaltsdefizit an ihrer Hochschule kritisiert.
Aufgrund eines „umfassenden Haushaltsdefizits“ stehe die Universität vor „drastischen personellen Einsparungen“. Die VAMC blicke mit „großer Sorge“ auf die Wirtschaftsregion und Innovationslandschaft Sachsens. Der Wegfall wissenschaftlichen Personals bedeute „einen substantiellen Verlust an Qualifikationen“ und damit einen Abbau an ausgewiesenem fachlichen Know-how, an Innovationsfähigkeit und der bildungspolitischen Wettbewerbsfähigkeit Sachsens.
Das BSW unterstützt diese Position. Dass sich die VAMC an die Fraktionen im Sächsischen Landtag wende, zeige die Brisanz der Situation, so Professor Dr. Jörg Scheibe, 3. Landtagsvizepräsident, Landesvorsitzender des BSW und Sprecher der BSW-Fraktion für Wissenschaft und Hochschulen. „Es ist nicht tragbar, dass eine Universität, die Forschung und Wirtschaft exzellent miteinander verbindet, um wissenschaftliche Mitarbeiter, einen weiteren Rückgang an finanziellen Mitteln und damit um ihren Wissenschaftsstandort bangen muss. Kleine und mittlere Unternehmen wären ebenso davon betroffen. Man scheint sich der Tragweite nicht hinreichend bewusst zu sein.“
Die Technische Universität Chemnitz sieht sich aufgrund eines Haushaltsdefizits in Millionenhöhe mit einem Personalabbau von bis zu 200 Stellen konfrontiert, der vor allem junge, befristet angestellte wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen betrifft. Durch die Sparvorgaben an Sachsens Hochschulen, die Einschnitte in Wissenschaft und Forschung bedeuten, steht die Leistungsfähigkeit der Technischen Universität Chemnitz, die Wettbewerbsfähigkeit sächsischer Hochschulen und die Attraktivität der Region infrage.


