Leipzig überholt Dresden bei Unfällen – BSW fordert ganzheitliches Konzept für mehr Sicherheit auf Sachsens Straßen
Die aktuellen Unfallzahlen für Sachsen zeigen einen besorgniserregenden Trend: Leipzig hat Dresden als unfallreichste Stadt Sachsens abgelöst. Insgesamt stieg die Zahl der Unfälle im Freistaat auf 98.160 – 143 Menschen verloren dabei ihr Leben. Besonders alarmierend: Die Zahl der Alkoholunfälle stieg von 719 auf 772, die der Drogenunfälle von 149 auf 169. Die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag fordert ein ganzheitliches Konzept für die Steigerung der Sicherheit im Straßenverkehr.
Dazu erklärt Eric Recke, infrastruktur- und verkehrspolitischer Sprecher der BSW-Landtagsfraktion:
„143 Verkehrstote – das ist keine Randnotiz. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der nicht mehr nach Hause gekommen ist. Wir müssen uns fragen: Warum gelingt es nicht, diese Zahl deutlich zu senken?
Mehrere Faktoren befördern die gefährliche Entwicklung auf unseren Straßen: Steigende Arbeitslosigkeit, wirtschaftliche Rezession und wachsende Zukunftsängste belasten die Menschen. Das führt bei einigen zu Selbstüberschätzung, riskantem Fahrverhalten oder dem Griff zu Alkohol und Drogen – auch am Steuer. Hinzu kommt eine gesellschaftliche Atmosphäre, in der gegenseitige Achtung oft zu kurz kommt.
Die Lösung kann nicht allein in vereinzelten Maßnahmen liegen. Wir brauchen ein ganzheitliches Konzept: konsequente polizeiliche Kontrollen, verlässliche Infrastruktur für alle Verkehrsteilnehmer, aber auch gesellschaftliche Präventionsarbeit, die bei den Ursachen ansetzt.
Die Landesregierung ist gefordert, ein solches Konzept zu entwickeln. Die Menschen in Sachsen haben ein Recht darauf, sicher nach Hause zu kommen. Dazu gehört auch, dass Politik die Rahmenbedingungen schafft, damit aufmerksames und vorausschauendes Fahren wieder zur Selbstverständlichkeit wird.“


