Während die Beschäftigten in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau und Plauen ihren Tarifabschluss feiern können, hängt der öffentliche Nahverkehr im Erzgebirge, in Görlitz und bei Regiobus Mittelsachsen weiter in der Schwebe. Die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag fordert: Was in den Großstädten möglich war, muss auch im ländlichen Raum gelingen – im Interesse der Beschäftigten und der Fahrgäste.

Dazu erklärt Eric Recke, arbeits- und verkehrspolitischer Sprecher der BSW-Landtagsfraktion:

„Kündigungsschutz über vier Jahre, höhere Nachtzuschläge, eine bessere Jahressonderzahlung – das ist ein handfester Erfolg für die Kolleginnen und Kollegen in den großen Verkehrsbetrieben. Ein gutes Zeichen dafür, dass Tarifverhandlungen wirken, wenn beide Seiten ernsthaft an einer Lösung arbeiten.

Doch in Görlitz, im Erzgebirge und bei Regiobus Mittelsachsen steht die Entscheidung noch aus. Am 2. April wird weiterverhandelt. Scheitert es, drohen ab dem 3. April erneute Streiks. Das wäre für Fahrgäste und Beschäftigte gleichermaßen eine Belastung – und für die betroffenen Regionen ein Problem, das niemand braucht.

Die Arbeitgeber sind jetzt gefordert, einen tragfähigen Abschluss möglich zu machen. Und Bund und Land sollten dafür sorgen, dass die Finanzierung des Nahverkehrs auch in der Fläche verlässlich bleibt. Der öffentliche Nahverkehr ist ein zentrales Element der Daseinsvorsorge – in der Stadt wie auf dem Land.“