Zur Veröffentlichung des Jahresberichts 2025 der Unabhängigen zentralen Vertrauens- und Beschwerdestelle für die Polizei (UVBP) erklärt der innenpolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, Bernd Rudolph: Der Bericht zeigt zunächst ein insgesamt positives Bild der Polizeiarbeit im Freistaat. Bei rund 15.000 Polizeibediensteten stehen 250 Beschwerden im Jahr 2025 – ein Verhältnis, das für eine hohe Professionalität und Einsatzbereitschaft spricht. „250 Beschwerden bei rund 15.000 Polizeibediensteten – das zeigt ganz klar: Unsere Polizei arbeitet überwiegend professionell, zuverlässig und mit großem Engagement. Die große Mehrheit der Beamtinnen und Beamten leistet täglich gute Arbeit, oft unter schwierigen Bedingungen.“

Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass ein relevanter Teil der Beschwerden berechtigt ist. Rund ein Drittel der geprüften Fälle wurde ganz oder teilweise bestätigt. Dabei richtet sich die Kritik weniger gegen fachliche Entscheidungen als vielmehr gegen das Auftreten und die Kommunikation im Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern. „Genauso klar ist aber auch: Jede berechtigte Beschwerde ist eine zu viel. Wenn Bürgerinnen und Bürger sich respektlos behandelt fühlen, dann ist das nicht nur ein individuelles Problem, sondern eine Frage des Vertrauens in den Staat“, so Rudolph.

Gerade im direkten Kontakt entscheidet sich, ob staatliches Handeln als fair und nachvollziehbar wahrgenommen wird. Wiederkehrende Probleme bei Ton und Umgang zeigen, dass hier noch Verbesserungsbedarf besteht. Vor diesem Hintergrund kommt der UVBP eine wichtige Rolle zu: Sie ermöglicht unabhängige Prüfung, schafft Transparenz und stärkt das Vertrauen in staatliches Handeln. „Deshalb ist es gut und wichtig, dass es mit der UVBP eine unabhängige Beschwerdestelle gibt. Sie sorgt dafür, dass Probleme sichtbar werden, dass Beschwerden ernst genommen werden und dass Vertrauen gestärkt werden kann“, so Bernd Rudolph.