Zum Hintergrund seiner Kleinen Anfrage „Olympiabewerbung Berlin+ – Strategische Positionierung Sachsens“ (Drs. 8/6135) führt Ralf Böhme, sportpolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, aus: „Olympische Spiele vor der eigenen Haustür auszutragen, ist eine Chance, die sich nur im Abstand vieler Jahrzehnte bietet, wenn überhaupt. Die Strahlkraft der Spiele hat sich in den vergangenen Wochen in Italien beeindruckend bewiesen. Haben Staatsminister Armin Schuster und die Staatsregierung alles getan, damit das sportbegeisterte Sachsen eine sich jetzt eröffnende Chance auf Olympia ergreifen kann?“

Der Deutsche Olympische Sportbund wird sich noch in diesem Jahr auf einen deutschen Kandidaten für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 festlegen. Unter den vier Bewerberstädten bzw. -regionen beteiligt sich Sachsen an der Bewerbung Berlin+, in der als alleiniger sächsischer Standort für Wettbewerbe Leipzig vorgesehen ist.

Um die Hintergründe aufzuklären und für Transparenz zu sorgen, richtet der Sportpolitiker Ralf Böhme unter anderem die Frage an die Staatsregierung, ob Sachsen neben der Beteiligung am Modell Berlin+ auch eine Anbindung an andere Olympiabewerbungen versucht hat. „Die Erfolgschancen des Freistaats würden sich dadurch erhöhen, andere Bundesländer bzw. Kommunen sind so vorgegangen und haben ihre Anstrengungen nicht nur auf eine einzige Bewerbung ausgerichtet“, so Böhme abschließend.

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