Sachsens Förster gewinnen Zeit – mehr nicht
Der aktuelle Waldzustandsbericht 2025 zeigt: Der massive Borkenkäferbefall ist vorerst eingedämmt. Statt Millionen Festmeter Schadholz wie 2019 waren es dieses Jahr rund 25.000. Das ist ein Erfolg – möglich durch günstige Witterung, natürliche Gegenspieler und entschlossenes Handeln des Sachsenforsts.
Aber: Von Entwarnung kann keine Rede sein.
Nur jeder vierte Baum in Sachsen gilt als gesund. 35 % sind stark geschädigt. Bei den Eichen sind es sogar erschreckende 95 %. Zudem fehlt im Grundwasser rechnerisch ein ganzes Jahr Niederschlag und auch 2025 war erneut zu warm.
Der Kampf gegen den Borkenkäfer ist kein Sieg, sondern eine Atempause.
„Jetzt braucht es konsequenten Waldumbau, stabile Finanzierung und eine Politik, die langfristig denkt – nicht erst reagiert, wenn der nächste Härtetest längst da ist,“, erklärt Ulf Lange, landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag.
Waldschutz ist eine Daueraufgabe – Wegsehen wird teuer.

