Zum bekannt gewordenen Vorfall im Rahmen einer Projektwoche an der Oberschule Schleife erklärt Lars Wurzler, bildungspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag:

„Die Berichte über pornografische Inhalte, die Schülerinnen und Schülern im Rahmen eines externen Theaterprojekts gezeigt worden sein sollen, sind äußerst verstörend und werfen zurecht Fragen auf. Es handelt sich um einen schockierenden Vorgang, der selbstverständlich sorgfältig aufgearbeitet werden muss.“

Wurzler weiter: „Schule muss ein geschützter Raum für Kinder und Jugendliche sein. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass schulische Projekte altersgerecht gestaltet werden. Deshalb ist es richtig, dass der Vorfall nun sorgfältig geprüft wird und die Schule unmittelbar reagiert und das Projekt beendet hat.“

Wurzler betont: „Es braucht jetzt vor allem eine sachliche Aufklärung. Der Fall darf weder verharmlost, noch für politische Stimmungsmache missbraucht werden. Entscheidend ist für uns als BSW-Fraktion die Frage, wie verhindert werden kann, dass sich ein solcher Vorgang wiederholt.“

Externe Projekte können aus Sicht von Wurzler den Schulalltag selbstverständlich sinnvoll ergänzen. „Der aktuelle Fall zeigt aber deutlich, dass es bei der Auswahl und Begleitung solcher Angebote offensichtlich Verbesserungsbedarf gibt. Inhalte, Konzepte und beteiligte Träger müssen im Vorfeld besser geprüft werden. Schulen dürfen allerdings mit dieser Verantwortung nicht allein gelassen werden“, so Wurzler. Sollte sich herausstellen, dass bestehende Kontrollmechanismen nicht ausreichen, müssten diese nachgeschärft werden. „Dabei geht es nicht um pauschales Misstrauen gegenüber externen Projekten, sondern um klare Standards und Verlässlichkeit.“