Anlässlich des Weltgesundheitstags betont Ronny Kupke, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Gesundheit und Soziales der BSW-Landtagsfraktion, die dringende Notwendigkeit, eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung in Sachsen sicherzustellen. Neben der Krankenhausreform und den Herausforderungen des demografischen Wandels muss auch die psychische Gesundheit von Müttern stärker in den Fokus rücken.

„Unsere Gesellschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: Während die Zahl älterer Menschen steigt und Fachkräfte im Gesundheitswesen fehlen, nehmen die Belastungen junger Mütter offenkundig zu. Stressbedingte psychische Erkrankungen sind bei ihnen besonders in den ersten Jahren nach der Geburt weit verbreitet“, erklärt Kupke.

Eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) zeigt eindrücklich, dass sich die psychische und körperliche Gesundheit vieler Mütter in den ersten vier Jahren nach der Geburt wesentlich verschlechtert. Häufiger als Väter suchen sie psychotherapeutische Hilfe oder greifen zu Antidepressiva und Schmerzmitteln. Gleichzeitig werden rund 70 Prozent der Anträge auf Mutter-Kind-Kuren abgelehnt. „Das ist eine alarmierende Entwicklung, die nicht zu einer hoffnungsvollen Zukunft passt“, stellt der Gesundheitspolitiker fest.

Die Staatsregierung müsse daher Angebote fördern, die nicht nur Mütter unmittelbar nach der Geburt unterstützen, sondern auch solche mit Kleinkindern. Der Zugang zu psychologischer Beratung und Präventionsangeboten müsse erleichtert werden. „Das Bündnis Sahra Wagenknecht setzt sich für eine familienfreundliche Politik ein, die Mütter entlastet – unter anderem durch eine verlässlichere Kinderbetreuung und eine Elternzeitregelung mit stärkeren Anreizen für Väter“, so Kupke.

Der Weltgesundheitstag erinnert daran, dass Gesundheit das höchste Gut ist – für alle Generationen. Dem Grundproblem der stressbedingten psychischen Erkrankungen von Müttern muss umfassend begegnet und eine familienfreundliche Politik auf Landes- wie auch Bundesebene eingefordert werden.