Wie gut sind Sachsens Kommunen auf einen Blackout vorbereitet?
Der BSW-Landtagsabgeordnete Jens Hentschel-Thöricht hat eine Kleine Anfrage zur kommunalen Notfallplanung bei länger andauernden Stromausfällen an die Staatsregierung Sachsen eingebracht. Ziel ist eine nüchterne Bestandsaufnahme: Wie belastbar sind Städte und Gemeinden ab 5.000 Einwohnern tatsächlich auf einen Blackout vorbereitet?
„Ein großflächiger Stromausfall ist längst kein theoretisches Szenario mehr. Entscheidend ist nicht, ob es Konzepte auf dem Papier gibt, sondern ob Kommunen im Ernstfall handlungsfähig bleiben“, erklärt Hentschel-Thöricht. Maßstab seien klare, aktuelle Notfallpläne, die ein realistisches 72-Stunden-Szenario abbilden.
Die Anfrage zielt bewusst auf konkrete und überprüfbare Fakten:
- Wie viele Kommunen verfügen über schriftliche Notfall- bzw. Krisenpläne für einen länger andauernden Stromausfall?
- Wie aktuell sind diese Pläne?
- Wird ein mindestens 72 Stunden andauernder Blackout ausdrücklich berücksichtigt?
- Erfasst oder bewertet das Land diese Planungen systematisch?
- Welche konkreten Unterstützungsmaßnahmen hat das Land seit 2020 ergriffen?
„Ohne einen ehrlichen Überblick über den Stand der kommunalen Vorsorge bleibt Katastrophenschutz Stückwerk“, so Hentschel-Thöricht. „Die Staatsregierung muss offenlegen, wo Sachsen gut aufgestellt ist – und wo nicht. Nur dann lassen sich bestehende Lücken gezielt schließen.“
Der Abgeordnete kündigt an, die Antworten der Staatsregierung sachlich auszuwerten und öffentlich einzuordnen. „Transparenz ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Vorsorge mehr ist als ein Schlagwort – und im Ernstfall auch funktioniert.“

