Die heute vorgestellte Polizeiliche Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2025 zeigt ein differenziertes Bild der Sicherheitslage in Sachsen. Während die Gesamtzahl der Straftaten zurückgeht, bleiben zentrale Problembereiche bestehen. Der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Bernd Rudolph, erklärt:

„Der Rückgang der Gesamtkriminalität ist zunächst eine gute Nachricht. Aber wer nur auf die Gesamtzahlen schaut, greift zu kurz. Entscheidend ist, dass sich die Kriminalität in Teilen verlagert – hin zu mehr Gewalt, zu steigenden Belastungen im Jugendbereich und zu neuen Formen von Kriminalität.“ Gerade die Entwicklung bei Gewalt- und Rohheitsdelikten sowie im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalität zeige, dass die Herausforderungen nicht kleiner werden, sondern sich verändern. „Wenn Gewaltkriminalität und Bedrohungen nicht im gleichen Maße zurückgehen oder sogar weiter steigen, dann ist das ein klares Warnsignal. Sicherheit bemisst sich nicht allein an der Zahl der Fälle, sondern an ihrer Schwere und ihren gesellschaftlichen Auswirkungen.“

Rudolph würdigte zugleich die Arbeit der Polizei in Sachsen: „Unsere Polizistinnen und Polizisten leisten tagtäglich hervorragende Arbeit – oft unter hoher Belastung und unter zunehmend komplexen Bedingungen. Dass Sachsen insgesamt sicher bleibt, ist in erster Linie ihr Verdienst.“

Daraus folge jedoch auch ein klarer politischer Auftrag: „Wer Sicherheit will, muss die Voraussetzungen dafür schaffen. Dazu gehören ausreichend Personal, moderne Ausrüstung und funktionierende digitale Strukturen. Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif.“

Mit Blick auf die anstehenden Haushaltsverhandlungen stellt Rudolph klar: „Der nächste Doppelhaushalt wird ein Gradmesser dafür, wie ernst es die Staatsregierung mit der inneren Sicherheit meint. Die personelle und materielle Ausstattung der Polizei muss dabei eine zentrale Rolle spielen. Alles andere würde der tatsächlichen Lage nicht gerecht.“

Abschließend betont Rudolph: „Die Statistik zeigt: Sachsen ist nicht unsicher – aber wir dürfen uns auch nicht in falscher Sicherheit wiegen. Jetzt kommt es darauf an, die richtigen politischen Schlüsse zu ziehen.“