Zwischen Feldarbeit und Preisschock: Bauern unter Druck
Berichte von Landwirten aus dem Erzgebirge und andernorts zeigen sehr deutlich, was Kriege in der Welt ganz konkret in Sachsen auslösen.
„Während unsere Bauern gerade die Felder bestellen, schießen die Dieselpreise nach oben – und gleichzeitig bricht der Milchpreis ein: von 50 auf 34 Cent pro Liter. Für manche Betriebe geht es da schnell um die Existenz“, sagt Ulf Lange, landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag.
Auch die Preise für Dünger sind deutlich angestiegen – perspektivisch kann auch das noch zu einer weiteren Belastung von Betrieben führen.
Viele reden bei Krieg über Strategie, Bündnisse oder Geopolitik. Auf den Höfen bedeutet er vor allem eines: höhere Kosten, mehr Unsicherheit und schlaflose Nächte. Wenn Energiepreise explodieren, trifft das zuerst die Landwirtschaft – und am Ende auch die Verbraucherinnen und Verbraucher.
Ulf Lange deutlich: „Frieden ist nicht nur ein großes Wort aus der Außenpolitik. Frieden ist auch wirtschaftliche Vernunft. Frieden bedeutet stabile Preise, Planungssicherheit für Betriebe und eine sichere Versorgung mit Lebensmitteln. Krieg macht alles teurer – für Bauern und letztlich für alle.“
Die Landwirtschaft im Erzgebirge und in ganz Sachsen darf mit dieser Entwicklung nicht allein gelassen werden. „Ich werde das Thema weiter im Sächsischen Landtag ansprechen und mich dafür einsetzen, dass die Lage der landwirtschaftlichen Betriebe stärker berücksichtigt wird“, so Ulf Lange. „Bisher hat es die Staatsregierung immer bei Lippenbekenntnissen gegenüber den Landwirten belassen – die gegenwärtige Krise ist jedoch erst der Anfang und kann sich noch deutlich verschlimmern, eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Problem ist daher zentral wichtig, genauso wie den Betroffenen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine gelassen werden.“

